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  • Dr. René Lüchinger

Wenn ich nur eine Sache ändern könnte, dann...

...wäre es Stress. Ich würde uns allen den "schlechten" Stress (Distress) wegzaubern. Dieser verändert auf so vielen Ebenen unseren Körper ins Negative, dass es den Platz eines solchen Blog Eintrags schlicht weg sprengen würde. Es sind immer Teufelskreise, beginnend an einer Schwachstelle und dann fortpflanzend in so viele andere Systeme. Der Körper hält das aus. Doch steter Tropfen höhlt den berühmten Stein und Distress höhlt unsere Systeme aus. Cortisol ist eines der treibenden Elemente dieser Stressantwort des Körpers. Cortisol, ein Hormon der Nebennierenrinde ist ein Notfallhormon, dass zwar in geringen Mengen täglich ausgeschüttet wird und ohne das wir nicht leben können, aber in den hohen Stressbelastungen wird es überschiessend ausgeschüttet.

Das verändert so vieles:

  • die Sexualhormone kommen durcheinander

  • die Schilddrüsenhormone werden in der Konversion von passiven zu aktiv wirkenden Hormonen gestört

  • Fett wird gespeichert und Muskelmasse abgebaut

  • der Blutzucker und das Insulin wirkt weniger gut an den Zellen, das diesen regelt ,

  • das Immunsystem wird herunterreguliert (schon mal krank geworden in den Ferien?)

  • vor allem aber das Hirn

Und zwar die Strukturen, die nahe am emotionalen Kern des Hirns sind (limbisches System) und dort den Hippocampus. Dieser beginnt unter ständiger Cortisolbeeinflussung zu schrumpfen. Leider ist der Hippocampus unter anderem für Erinnerung und Lernen zuständig. Kurzzeitgedächtnisprozesse werden von ihm gesteuert. Er hat auch viel mitzureden bei den Hormonen. Der Zyklus der Frau zum Beispiel ist ein extrem gutes Frühwarnsystem für Störungen der Körperfunktionen.


Ich messe deshalb bei jedem Patienten das Cortisol über 4 Messungen am Tag. Neben dem Darm, dem Insulin (was ich ebenfalls messe) kommt an dritter Stelle das Cortisol. Bevor wir dieses nicht in den Griff kriegen, nutzen die anderen Massnahmen nur halb so gut.


Das Cortisol braucht natürlich vor allem die Veränderungen des Lebens selber. Einfach geschrieben, schwierig umgesetzt. Nebenher setze ich aber unter anderem DHEA, ein Hormon ein, dass eine Balance fördern kann. Und ich brauche Pflanzenstoffe, allen voran Ashwagandha, Theanine und sibirschen Ginseng. Aber auch Zitronenmelisse kann helfen.


Wie immer braucht es dann vor allem Zeit.


Was Sie aber heute noch tun können ist einfach: Nehmen Sie sich ab und an Zeit zum Atmen. Tief durch die Nase ein, durch den Mund aus, ein paar Mal, tief in den Bauch hinunter, mehrmals am Tag. So einfach. Dabei entspannen und einfach mal die Gedanken loslassen.


In diesem Sinne guet Schnuuf!


René Lüchinger

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