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  • Dr. René Lüchinger

Menopause - Der Sturm vor der Ruhe

Die Menopause, auch als Wechseljahre bezeichnet, ist ein natürlicher Übergang im Leben einer Frau, der durch den Rückgang der Produktion von weiblichen Hormonen wie Östrogen und Progesteron gekennzeichnet ist. Diese Hormone spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Menstruationszyklus und der Fruchtbarkeit, so dass ihr Rückgang zu Veränderungen im Körper führen kann.

Während die Menopause für viele Frauen ein normales und natürlicher Teil des Alterns ist, kann sie auch einige unangenehme Symptome mit sich bringen. Zu den häufigsten Beschwerden gehören Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und vaginale Trockenheit. Viele Frauen haben auch ein erhöhtes Risiko für Osteoporose, da der Hormonrückgang zu einem Abbau von Knochengewebe führen kann. Dies ist insbesondere dann schwerwiegend, wenn die Knochendichte schon auf Grund der Lebensgeschichte verringert ist, z.B. bei Anorexien in den Teenagerjahren oder Brustkrebst mit Hormonblockern.

Die Menopause beginnt mit der Präsmenopause. Diese ist häufig durch den Abfall von Progesteron charakterisiert. Die Symptome sind denen der Menopause natürlich sehr ähnlich:

• erhöhte Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen

• Spannungsgefühle in der Brust

• Wassereinlagerungen

• Gewichtszunahme

• Gelenksschmerzen

• Migräne oder

• Schilddrüsenprobleme

Das kann heute bereits mit 35 Jahren beginnen, insbesondere weil wir auf Grund der hohen Toxinbelastungen unserer Umwelt meist zuviele Östrogene oder östrogenähnliche Stoffe aufnehmen. Das führt zu einer Dysbalance zwischen den Östrogenen und Progesteron. Eine Messung der Blutwerte um den 21. Zyklustag herum sowie natürlich eine genaue Krankengeschichte kann hier klar zeigen, wie es um diese Balance steht.

Darauf folgt die Perimenopause, die heisse Phase der Abänderung. Diese beginnt ein bis zwei Jahre vor der letzten Regelblutung und kann ein bis zwei Jahre nach der letzten Regelblutung enden. Im Schnitt leiden Frauen rund 7 Jahre unter dieser Phase. Je früher diese hinsichtlich Lebensalter einsetzen umso länger bleiben sie.

Die Symptome sind wiederum ähnlich:

• aufsteigende Hitzewallungen und Schweißausbrüche

• Nachtschweiß und Schlafstörungen

• starke Müdigkeit und Antriebslosigkeit

• Konzentrationsstörungen

• Herzbeschwerden

• Schwindel und Kreislaufbeschwerden

• depressive Stimmungsschwankungen

• trockene Haut und Schleimhäute, oftmals einhergehend mit Juckreiz

• Libidoverlust

• verstärkter Harndrang

Die Menopause ist dann schlussendlich das Ausbleiben der Regelblutung. Rückwirkend kann diese erst bestätigt werden, wenn ein Jahr lang keine Blutung mehr stattgefunden hat.

Postmenopausal können dann verschiedene Symptome auftreten, die durch das Fehlen der Hormone auftreten. Dazu gehören Antriebslosigkeit oder Schlafstörungen, die Schleimhäute werden trockener und die Haare dünner. Auch die Faltenbildung kann zunehmen. Zusätzlich kann es während all den Phasen der Abänderung zu vermehrten Herz-Kreislauf Erkrankungen kommen.

Es sind für viele Frauen harte Jahre.

Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, die Symptome der Menopause zu lindern. Dazu gehören Veränderungen des Lebensstils wie regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation. Es gibt auch Medikamente und Hormontherapien, die helfen können, Symptome zu reduzieren und das Osteoporoserisiko zu minimieren. Die Einnahme von Vitamin D und K2 sollten mittlerweile Standard sein. Ich messe diese Werte immer beim Erstbesuch.

Bei der Biomedizin ist besonders der Einsatz von bioidentischen Hormoncremes sehr beliebt und führt sehr oft zu einer massiven Verbesserung der Lebensqualität der betroffenen Frauen. Meist hast sich eine Kombination von Progesteron mit zwei Östrogenen bewährt. Die Cremen sind im Gegensatz zu der oralen Einnahme bei Östrogenen der oralen Einnahme deutlich überlegen. Viele Studien belegen, dass die Östrogenanwendung per Creme keinerlei Risiken für Brustkrebs oder andere hormonrelevante Krebsarten hat - ganz im Gegensatz zu Östrogentabletten. Diese wurden durch viele Studien mittlerweile als ganz klar krebsfördernd eingestuft.

Progesteron kann ohne Risiko auch oral eingenommen werden und ist insbesondere in der Menopause bei Schlafstörungen das Mittel der Wahl.

Es ist wichtig zu betonen, dass jede Frau ihre eigene Erfahrung mit der Menopause hat und dass es keine universelle Lösung für alle gibt. Eine offene Kommunikation mir kann dabei helfen, die besten Behandlungsmöglichkeiten für individuelle Bedürfnisse zu finden.

Die Menopause ist aber immer auch eine Gelegenheit, um sich mit Veränderungen des Körpers und des Lebens auseinanderzusetzen und neue Wege zu finden, um sich zu pflegen und zu stärken. Es kann hilfreich sein, sich Unterstützung von Freunden, Familie oder einer Therapeutin zu suchen, um diese Zeit im Leben zu bewältigen.

Die Menopause wurde von der Natur so geplant, damit die Frau vor der gewaltigen Anforderung einer Schwangerschaft im fortgeschrittenen Alter geschützt wird. Gleichzeitig ist sie aber auch der Beginn der zweiten Phase des Lebens.

Wenn der Sturm der menopausalen Jahre vorüber ist, dann kehrt Ruhe ein. Diese Ruhe wurde wiederum von der Natur geplant, denn in dieser Ruhe darf die erfahrene, reife Frau als Mentorin, als Ratgeberin und Grossmutter agieren und leistet so weiter einen gewaltig wichtigen Anteil für die Gemeinschaft der Menschen.

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