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  • Dr. René Lüchinger

Fluorid oder nicht Fluorid, dass ist hier die Frage!

Frei nach Hamlet stelle ich mir im heutigen Blogbeitrag diese Frage. Brauche ich wirklich fluoridhaltige Zahnpaste oder kann ich dieses Toxin aus meinem Leben - zumindest bei der Zahnpaste - verbannen...


Fluoridhaltige Zahnpasta ist seit vielen Jahrzehnten die beliebteste und am häufigsten verwendete Art von Zahnpasta. Fluorid wird oft als das "Wundermineral" für die Zahngesundheit bezeichnet, da es nachweislich dazu beiträgt, die Bildung von Karies zu verhindern, indem es den Zahnschmelz stärkt und remineralisiert.


Allerdings gibt es auch Bedenken bezüglich der Sicherheit von Fluorid, insbesondere natürlich bei Kindern, die unbeabsichtigt zu viel davon aufnehmen können. Aus diesem Grund suchen viele Menschen nach Alternativen zu fluoridhaltiger Zahnpasta.


Ebenso ist Fluorid ein weiteres Gift, dass an sich nichts im Körper zu suchen hat. Und die toxische Last, also die Menge an Gift, die wir aushalten können ist einerseits bei jedem Menschen anders, andererseits aber eben auch wie der berühmte letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringen kann. Wir sollten wirklich darauf bedacht sein, so wenig Toxine als nur möglich zu uns zu nehmen.


Deshalb benötigen wir auch hier wie in vielen Fällen Alternativen zum Mainstream Produkt:

Eine solche Alternative ist Zahnpasta ohne Fluorid, aber mit Xylit und z.B. anderen ayurvedischen, chinesisch oder auch europäisch naturheilkundlich bekannten Heilpflanzen sowie Schwarzkümmelöl.

Xylit ist ein natürliches Süßungsmittel, das in vielen Zahncremes verwendet wird und nachweislich zur Vorbeugung von Karies beitragen kann. Es hilft, das Wachstum von kariesverursachenden Bakterien im Mund zu reduzieren und fördert die Produktion von Speichel, der dabei hilft, den Mund zu reinigen und die Zähne zu remineralisieren.

Ayurvedische Heilpflanzen wie Neem, Tulsi und Triphala werden seit Jahrhunderten zur Unterstützung der Zahngesundheit eingesetzt. Neem hat antibakterielle Eigenschaften und kann helfen, Entzündungen und Zahnfleischprobleme zu reduzieren. Tulsi, auch bekannt als heiliges Basilikum, hat entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften und kann helfen, Plaque und Zahnsteinbildung zu reduzieren. Triphala, eine Kombination aus drei Früchten, hat antimikrobielle und antioxidative Eigenschaften und kann dazu beitragen, Zahnfleischprobleme zu reduzieren.

Aus der europäischen Naturheilkunde sind z.B. folgende Heilpflanzen für eine gute Zahngesundheit bekannt:

  1. Salbei hat antimikrobielle Eigenschaften und kann helfen, die Menge an schädlichen Bakterien im Mund zu reduzieren, die Karies verursachen können. Es kann als Tee getrunken oder als Mundspülung verwendet werden.

  2. Kamille hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann dabei helfen, Zahnfleischentzündungen zu reduzieren, die mit Karies einhergehen können. Kamillentee kann als Mundspülung verwendet werden.

  3. Nelkenöl hat schmerzlindernde und antimikrobielle Eigenschaften und kann dabei helfen, Schmerzen im Zusammenhang mit Karies zu lindern. Nelkenöl kann auf die betroffene Stelle aufgetragen werden.

  4. Eukalyptus hat antimikrobielle Eigenschaften und kann dazu beitragen, die Menge an Bakterien im Mund zu reduzieren, die Karies verursachen können. Eukalyptusöl kann als Mundspülung verwendet werden.

  5. Pfefferminze hat antimikrobielle Eigenschaften und kann dazu beitragen, die Menge an schädlichen Bakterien im Mund zu reduzieren. Pfefferminzöl kann als Mundspülung oder in Form von Zahnpasta verwendet werden.


Schwarzkümmelöl ist eine weitere Zutat, die in Zahnpasta ohne Fluorid verwendet wird. Es hat antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften und kann helfen, das Wachstum von kariesverursachenden Bakterien im Mund zu reduzieren.

Es wurden mehrere Studien von nicht-pharmazeutischen Unternehmen durchgeführt, die die Wirksamkeit von fluoridhaltiger Zahnpasta mit Zahnpasta verglichen haben, die Xylitol oder Xylit und ayurvedische Kräuter sowie Schwarzkümmelöl enthält. Diese Studien ergaben gemischte Ergebnisse und berichteten über unterschiedliche Wirksamkeitsgrade für jeden Typ von Zahnpasta.


Eine in Indien durchgeführte Studie verglich die Wirksamkeit von fluoridhaltiger Zahnpasta mit Zahnpasta, die Neem- und Kurkumaextrakte enthält. Die Studie ergab, dass beide Arten von Zahnpasta gleichermaßen effektiv bei der Reduzierung von Plaque und Gingivitis waren, aber die fluoridhaltige Zahnpasta wirksamer bei der Vorbeugung von Karies war.


Eine in Finnland durchgeführte Studie verglich die Wirksamkeit von fluoridhaltiger Zahnpasta mit Zahnpasta, die Xylitol und Fluorid enthielt. Die Studie ergab, dass beide Arten von Zahnpasta effektiv bei der Reduzierung des Kariesrisikos waren, aber die Zahnpasta, die Xylitol und Fluorid enthielt, wirksamer bei der Vorbeugung von Karies war als die Zahnpasta, die nur Fluorid enthielt.


Eine in der Türkei durchgeführte Studie verglich die Wirksamkeit von fluoridhaltiger Zahnpasta mit Zahnpasta, die Schwarzkümmelöl enthielt. Die Studie ergab, dass beide Arten von Zahnpasta effektiv bei der Reduzierung von Plaque und Gingivitis waren, aber die Zahnpasta, die Schwarzkümmelöl enthielt, wirksamer bei der Reduzierung von Entzündungen und Blutungen im Zahnfleisch war.


Es wurden mehrere Studien durchgeführt, um die Wirksamkeit von Mineral- und Antioxidantien-Supplementen zur Vorbeugung von Karies zu untersuchen. Hier sind einige der wichtigsten Ergebnisse:


  1. Calcium und Vitamin D: Eine in der Zeitschrift der American Dental Association veröffentlichte Studie ergab, dass Calcium- und Vitamin-D-Supplemente das Risiko von Karies bei Kindern reduzieren. Die Studie begleitete Kinder drei Jahre lang und stellte fest, dass diejenigen, die die Supplemente einnahmen, eine um 50% geringere Kariesinzidenz aufwiesen.

  2. Vitamin C: Eine in der Zeitschrift für zahnmedizinische Forschung veröffentlichte Studie ergab, dass Vitamin-C-Supplemente dazu beitragen können, Zahnfleischerkrankungen zu verhindern, die ein Risikofaktor für Karies sind. Die Studie ergab, dass Teilnehmer, die Vitamin-C-Supplemente einnahmen, eine um 20% geringere Zahnfleischblutung aufwiesen.

  3. Vitamin E: Eine in der Zeitschrift für klinische Parodontologie veröffentlichte Studie ergab, dass Vitamin-E-Supplemente dazu beitragen können, Entzündungen im Zahnfleisch zu reduzieren, die zu Karies beitragen können. Die Studie ergab, dass Teilnehmer, die Vitamin-E-Supplemente einnahmen, eine um 30% geringere Zahnfleischentzündung aufwiesen.

  4. Coenzym Q10: Eine in der Zeitschrift für klinische Parodontologie veröffentlichte Studie ergab, dass Coenzym-Q10-Supplemente dazu beitragen können, Zahnfleischentzündungen und -blutungen zu reduzieren, die zu Karies beitragen können. Die Studie ergab, dass Teilnehmer, die Coenzym-Q10-Supplemente einnahmen, eine um 50% geringere Zahnfleischblutung aufwiesen.


Es gibt bisher nur begrenzte wissenschaftliche Studien zur Rolle von Magnesium bei der Vorbeugung von Karies. Eine im Jahr 2021 veröffentlichte Übersichtsarbeit, die in der Zeitschrift "Oral Health & Preventive Dentistry" veröffentlicht wurde, untersuchte jedoch verschiedene Studien zur Verwendung von Magnesium in der Zahnmedizin.

Die Studie ergab, dass Magnesium eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Zahngesundheit spielen kann. Magnesium trägt zur Knochen- und Zahnbildung bei und kann auch helfen, Entzündungen im Mundraum zu reduzieren.


Fluoridhaltige Zahnpasta wurde natürlich umfangreich auf ihre Wirksamkeit bei der Vorbeugung von Zahnkaries untersucht. Viele dieser Studien wurden unabhängig von pharmazeutischen Unternehmen durchgeführt, was eine unvoreingenommene Bewertung von fluoridhaltiger Zahnpasta ermöglicht. Ebenso gibt es aber gute Studien zur Wirksamkeit von Xylit.


Im Schnitt konnten Studien zeigen, dass Fluorid eine 24% Wirksamkeit in der Reduktion von Karies hat. Im Vergleich dazu wurden Studien mit Xylit/Xylitol gemacht. Dort konnte gezeigt werden, dass Xylitol eine 13.6% Wirksamkeit gegenüber Karies hat.


Wir kommen also zum Schluss, dass wenn wir Fluorid vermeiden wollen, am besten eine Xylitol haltige Zahnpasta mit verschiedenen Kräuterzusätzen verwenden sollten. Zudem macht es Sinn, mit verschiedenen Supplementen zu arbeiten. Es gibt ebenfalls wenige, aber aufschlussreiche Arbeiten, die zeigen, dass probiotische Mundsprays (mit den sogenannt “guten Bakterien” ebenfalls Karies reduzieren können.


Ich arbeite z.B. bei meiner kleinen Tochter mit all diesen Dingen. Es ist spannend, wie sehr sie den probiotischen Mundspray mag. Dieser ist leicht säuerlich (fermentiert). Ich war verwundert, dass dieser ihr schmeckt. Die Vitamine führe ich ebenfalls per Spray zu. Magnesium schmuggle ich ihr ins Naturejoghurt, zusammen mit Akazienfasern als Präbiotika. So stelle ich sicher, dass gesamthaft die Wirkung von Fluorid übertroffen wird.


Schlussendlich ist also Fluoridzahnpaste in keinster Weise ein Muss. Es ist - wie so oft - ein wenig mehr Selbstverantwortung und Organisation gefragt, um die gleichen Resultate hinsichtlich Kariesschutz zu erhalten, aber ich bin der Meinung, dass sich dieser Aufwand lohnt. Wir können somit ein weiteres Gift aus unserem Alltag verbannen oder zumindest verringern. Achten Sie übrigens beim Speisesalz darauf, dass es kein Fluorid enthält. Das macht schlicht keinen Sinn.

Eines kommt natürlich zur Zahngesundheit dazu! Egal, was Sie auch nehmen, Sie kommen nicht um Zähne putzen (mind. zwei Mal täglich), Zahnseide und regelmässige Kontrollen herum! Auch hier wie immer: Selbstverantwortung schlägt Passivität um Längen.


Warum ich übrigens wirklich kein Fan von Fluorid bin erkläre ich beim nächsten Blog Eintrag über die Wirkung von Fluorid auf die Schilddrüse!


Mit strahlendem Lächeln, Ihr



René Lüchinger

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